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Mein Kommentar zum Buch
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THEMA: Mein Kommentar zum Buch

Mein Kommentar zum Buch 5 Jahre, 3 Monate her #66

Der teilweise sehr in die Tiefe gehende Inhalt dieses Buches steht meiner Meinung nach im Widerspruch zu Ihrer Idee daraus ein ‚Kinderbuch‘ (siehe Seite 13) zu machen. Personen, die Venenprobleme haben, finden nur wenig Hilfe, wie man sich mit diesem Leiden verhalten soll, was man zur Besserung seines Zustands tun kann und wann man ärztliche Hilfe braucht. Dieses Buch bietet sehr wertvolle Informationen und Anregungen für den Leser der Venenprobleme hat und ist deshalb von großem Nutzen.
Natürlich ist das Kapitel ‚Ungereimtheiten‘ für Leser, die Physik zumindest auf dem Level eines Gymnasiums oder Realgymnasiums studiert haben, nicht unbedingt notwendig, jedoch eine gute Auffrischung dieses Wissens, falls dieses schon etwas verstaubt ist. Das Kapitel ‚Antworten aus der Wissenschaft‘ gibt allen Lesern ein ausreichendes Verständnis der physikalischen Gesetze, die später im Buch zum Verständnis der Themen gebraucht werden.
Sehr interessant sind die an vielen Stellen eingestreuten Geschichten und historischen Überlieferungen, die den Stoff sehr gut ergänzen. Nützlich sind auch die Erklärungen vieler medizinischer Begriffe, die das Wissen der Leser ohne medizinische Ausbildung sinnvoll bereichern. Dazu gehören die Erklärungen der Struktur einer Zelle (Seite 202, ff)), eines Ödems (Seite 221, ff), der Wichtigkeit der Bewegung und Atmung und anderer Begriffe.
In den folgenden Paragraphen finden Sie meine Kommentare in Bereichen, wo ich selbst einen Beitrag leisten kann oder wo ich Ergänzungen zum Inhalt anregen möchte.
Ad Seite 226: Babyschwimmen
Es ist erstaunlich, wie sich der Mensch sogar bei und nach der Geburt im Wasser instinktiv richtig verhält und wohlfühlt. Ein Beispiel aus meiner Familie:
Meine drei Kinder sind in einem Haus mit Garten und Pool aufgewachsen und der Platz wo sie am liebsten spielten und herumtollten war der Pool. Als der Kleinste dann sah, wie seine älteren Brüder immer im Wasser spielten, wollte er auch zu ihnen ins Wasser und krabbelte ihnen immer nach mit der Gefahr ins Wasser zu fallen. Als Lösung stellte meine Frau das kaum 4 Monate alte Baby in das seitlich vom Pool angebaute, niedrige Babybecken und zwar so, dass es sich am Rande anhalten konnte, aber bis zur Brust im Wasser stand. Der Kleine war von dieser Idee voll begeistert und meisterte bald aus eigener Kraft in das Babybecken zu klettern. Er war somit bei seinen Brüdern, konnte sich fast schwerelos im Wasser bewegen und zusätzlich bemerkte er, dass er nun wie seine Brüder auch aufrecht stehen und quasi gehen konnte. Er lernte seine Grenzen kennen, nämlich dass er nicht über die Kante zum großen Pool steigen durfte, und war überglücklich.
Manche Anthropologen behaupten, dass die frühen Menschen im Gegensatz zu den Menschenaffen das Fell verloren haben, weil sie eine aquatische (eher wassernahe) Lebensweise hatten. Man vermutet, dass der aufrecht gehende Mensch an Flüssen, Seen, Sümpfen und am Meer eine bessere Möglichkeit hatte an das wertvolle Protein heran zu kommen, als in den Wäldern. Der älteste bis jetzt gefundene Schmuck des Menschen wurde in der Kapküste (Blombos Cave) gefunden und ist ca. 80.000 Jahre alt. Von Ostafrika aus wanderte der frühe Mensch wahrscheinlich zuerst die Küste entlang zur arabischen Halbinsel (Jemen, Oman) und von dort weiter nach Indien und Ostasien.
Ad Seite 244: Venenmedikamente
Hier möchte ich bemerken, dass mir kein praktischer Arzt, kein Orthopäde und auch nicht die Venenambulanz des Hanusch-Krankenhauses je ein Medikament zur Verbesserung meiner schlechter werdenden Vena Saphena Magna empfohlen hat. Eine Apotheke hat mir dann Antistax Tabletten empfohlen, die basierend auf dem Weinlaubextrakt eine leichte Besserung bewirken. Durch eigene Beobachtung entdeckte ich zusätzliche Heilmittel. Rotwein in geringen Mengen (1/8 l täglich am Abend eingenommen) hilft mir sehr viel, denn der Unterschenkel und das Sprunggelenk des rechten Beins werden deutlich schlanker. Weißwein hilft mir nichts und Sekt schadet meinen Venen eher. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass in fast allen Bundesstaaten der USA der Verkauf und die Ausgabe von kohlensäurehaltigen Getränken in den Schulen nicht mehr erlaubt ist. Man hat herausgefunden, dass der Genuss großer Mengen kohlesäurehaltiger Getränke im Kindesalter die Zellenstruktur im menschlichen Körper schädigt. Penizillin, das ich hin und wieder wegen Zahnproblemen einnahm, half am meisten. Offensichtlich litt ich im rechten Bein jahrelang an einer stärker werdenden Venenentzündung, denn der rechte Unterschenkel fühlte sich immer etwas wärmer an.
In diesem Zusammenhang fehlt im Buch ein kleines Kapitel oder zumindest ein eigener Paragraph über das Thema Osmose. Wie Sie zeigen besteht unser Körper aus verschiedenen ‚Säckchen‘, aber die Haut dieser Säcke ist nicht undurchlässig. Auf Basis der Funktion der Osmose können Moleküle und somit Giftstoffe als auch Medikamente in die Zellen und die verschiedenen Säcke eingeschleust werden. Darüber hätte ich gerne mehr in Erfahrung gebracht. Welche Stoffe schädigen die Venen, welche heilen die Venen und wie gelangen diese Stoffe in die Venengewebe?
Ein sehr interessanter Vorschlag meiner Orthopädin Frau Dr. Sabine Zülow (Brunn am Gebirge) war, dass ich zur Besserung der Schwellung im rechten Sprunggelenk Lymphdrainage versuchen soll. Eine wöchentliche und später eine zweiwöchentliche Lymphdrainage in Verbindung mit dem Tragen eines Stützstrumpfs (nicht eines Kompressionsstrumpfs) reichten aus, um eine fast normale Blutzirkulation im rechten Bein zu ermöglichen. Auf diese Weise vorbereitet werde ich mich zur Operation im St. Josefs Spital einfinden.
Ad Seite 264/296: Therapieansätze der Varikose
Das Eintauchen in die Schwerelosigkeit des Wassers ist sicher die beste und wirkungsvollste Methode kranke Venen zu unterstützen und sogar zu heilen. Ihre patentierte Erfindung, das DHCS (Dynamisch Hydrostatisches Kompressions-Systems), ist sicher eine sehr wirkungsvolle Methode, um Patienten mit Venenerkrankungen zu helfen und auch schwere Venenleiden zu heilen.
Das Eintauchen in die Schwerelosigkeit des Wassers sollte aber viel mehr als heute genutzt werden, um die Entstehung von Veneninsuffizienz zu verhindern. Meine persönliche Erfahrung hat mir gezeigt, dass die beste Therapie für schwache oder erkrankte Venen das Schwimmen ist. Wobei Schwimmen nicht nur für die kranken Venen gesund ist, sondern auch das Herz, die Lunge und den gesamten Kreislauf stärkt. Die Schwerelosigkeit im Wasser lockert alle Gelenke im Körper und insbesondere auch die strapazierte Wirbelsäule. Durch Schwimmen konnte ich mein beim Gewichtheben ausgerenktes linkes Schultergelenk heilen und einen Bandscheibenschaden im Lendenwirbelbereich stark verbessern. Im Interesse der Volksgesundheit müssten alle Gemeinden mit Schulen auch Schwimmbäder bzw. Schwimmhallen errichten, damit ein Teil der geplanten zusätzlichen Leibesübungen dort durchgeführt werden können. Gleichzeitig können diese Schwimmbäder für die Sanierung der Beweglichkeit älterer Mitmenschen genutzt werden, auch wenn diese nur bis zur Brust im Wasser stehen und gehen.
Die absolut beste Verbesserung des Zustands meiner Beinvenen erziele ich beim Wandern entlang eines sandigen Meeresstrands mit relativ starkem Wellengang. Das Gehen im Sand zur Sohlenmassage und als Venenpumpe und die einbrechenden Wellen zur Abkühlung des Beines ergeben in Summe eine optimale Heilwirkung.
Ad Seite 272: Zur Ausschaltung klappeninsuffizienter Venen
Sie vergleichen die Funktion der Venen im kranken Bein mit Arbeitern bei einer Baugrube, wobei drei Arbeiter (die gesunden Venen) das venöse Blut hinauf schaufeln, während ein Arbeiter (die kranke Vena Saphena Magna) das venöse Blut wieder hinunter schaufelt. Der Vergleich ist leicht zu verstehen und auch überzeugend. Jedoch erklärt dieser Vergleich nicht, wie sich das Bein in seinem Inneren auf die Reorganisation des Transportes des venösen Blutes nach oben umstellt, wenn die entfernte Saphena Magna jetzt nicht mehr vorhanden ist. Viele Fragen stellen sich in diesem Zusammenhang: Wie lange dauert dieser Umstellungsprozess? Hat das Alter des Patienten einen verzögernden Einfluss? Wachsen im Körper neue kleine Venen, die dann Anschluss an bestehende Venen finden? Kann es passieren, dass das venöse Blut jetzt im Bein herumschwimmt und vielleicht keinen Zugang zur Zentralvene findet und so das Bein vergiftet? Ich mache mir deswegen tatsächlich Sorgen und habe sicherlich deswegen eine Operation zur Entfernung der Vena Saphena Magna lange hinausgezögert. Ich hätte mich gefreut, wenn dieses Thema in Ihrem Buch mit der gleichen Genauigkeit behandelt wird, wie die anderen relevanten Aspekte im Zusammenhang mit Erkrankungen der Venen.
Ad Seite 277: Kofaktoren für die Entstehung von Varizen
Diesen Paragraphen kann ich aus eigener Erfahrung voll unterstützen. Baden in einer Wanne mit warmem Wasser und eine warme Fußbodenheizung lassen mich sehr schlecht fühlen. Die auf 27 Grad aufgeheizten öffentlichen Bäder verleiden mir das Schwimmen. Noch schlechter für die Venen sind die jetzt in öffentlichen Bädern oft anzutreffenden Wirbelpools. Dort sitzt man mit den Beinen in noch heißerem Wasser. Thermalbäder und Wellnessanlagen schaden Personen mit ‚schwachen‘ Venen oft sicher mehr als sie gut tun.

Da bin ich sehr gespannt, ob und welche Kommentare da kommen, denn ich bin mit der Medizin nicht sehr vertraut.

L. F.
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